Sozial Kompetenz Gruppen

Hier unsere Angebote


Hier unsere Angebote

Hunde sind hochsoziale Lebewesen. Sie sind seit Jahrtausenden angepasst an ein Leben mit uns Menschen. Sie brauchen uns, um sich sicher und wohl zu fühlen.

Die Wandlung vom Wolf zum Hund brachte es mit sich, dass Hunde nicht mehr so fein mimisch und gestisch kommunizieren mussten, denn wir Menschen hätten das nicht gebraucht und vermutlich nicht verstanden. Und so ist auch die Kommunikation unter Artgenossen zum Teil davon geprägt, dass man sich missversteht.

Wir bieten Sozialkompetenz-Kurse für ALLE Hunde an:

Der Mensch soll lernen, seinen Hund zu lesen. Seine Körpersprache zu verstehen und richtig deuten zu können. Der Mensch soll lernen, was und wie viel Hilfe sein Hund im Kontakt zu Artgenossen benötigt. Es geht aber vor allem auch darum, genau hinzugucken, wie viel und welche Art Kontakt der eigene Hund benötigt. Es ist ein Irrglaube, dass Hunde ständig wechselnde Kontakte zu Artgenossen benötigen. Im Gegenteil! Die meisten sind damit überfordert.

Hier lernt der Mensch, seinen Hund zu beschützen und ggf. andere Hunde fern zu halten. Der Mensch lernt, welcher Sozialkontakt für seinen Hund gut ist und welcher nicht. Der Mensch lernt, welche Art von Kontakten gut stattfinden können und wie man ggf. dazwischen geht.

Offene Sozialkompetenz-Gruppen:

Für einige Hunde bieten wir im Anschluss offene Sozialkompetenz-Gruppen oder -Slots an. Voraussetzung ist, dass Sie einen Einsteigerkurs oder die Einsteigergruppe besucht haben.

Warum nur für einige Hunde?

Vielen erwachsenen Hunden tut man überhaupt keinen Gefallen, sie in solche Gruppen zu verfrachten. Genau wie die meisten von uns im erwachsenen Alter nicht mehr jedes Wochenende in die Disco müssen, jedes Wochenende Party machen müssen und 1000 neue Leute kennenlernen müssen, müssen unsere Hunde als Erwachsene auch nicht mehr ständig neue Hunde kennenlernen.

Die allermeisten Hunderasse sind genetisch nicht darauf ausgelegt, ständig gut Freund mit anderen neuen Hunden zu sein oder zu werden. Hütehunde sollten Fremde aus ihrer Herde fern halten, das galt sowohl für fremde Menschen, als auch Hunde und Raubzeug. Terrier sind generell nicht darauf gezüchtet, mit vielen, neuen Hunden klar zu kommen. Brauchte man für die Solitärjagd nicht. Molosser sollten in den allermeisten Fällen Fremde vom Grundstück fern halten usw. Es gibt nur wenige Rassen, die darauf selektiert worden sind, mit anderen Hunden gut klar zu kommen und die es oft bis ins hohe Alter mögen, regelmäßig neue Hunde zu treffen.
Für alle anderen ist es wichtig, dass sie Hundefreunde haben, mit denen sie gut klar kommen und die sie mögen.

Wir finden Sozialkompetenz-Gruppen wichtig für Junghunde vor der Pubertät. Hier können sowohl Sie als Mensch, als auch ihr Hund lernen adäquat zu kommunizieren, ihren Hund zu beschützen und ihn zu kontrollieren, auch wenn andere in der Nähe sind.
Für Pubertierende halten wir 2er Slots für sehr viel sinnvoller, da diese mit vielen Hunden oft überfordert sind. Außerdem haben in der Zeit der Pubertät alle Hunde Flausen im Kopf. Was lernen diese Hunde also von einander? Flausen? Uns ist aber auch hier wichtig, dass vernünftig und besonders ruhig miteinander umgegangen wird. Da muss man nicht immer toben, rennen und sich aufheizen, ohne sich runter fahren zu können. Das macht für später gar keinen Sinn. Denn so lernen Ihre Hunde, dass andere Hunde genau das bedeuten und sind somit schlecht zu kontrollieren.
Wir finden diese Gruppen für Hunde kleiner Rassen super wichtig. Hunde kleiner Rassen finden oft keinen adäquaten Ansprechpartner. Oft sind sie viel größer, schneller, doller! Kleine Hunde lernen so schon recht frühzeitig, sich andere Hunde vom Hals zu halten und werden dabei sogar oft sehr ernsthaft. Leider nimmt sie trotzdem keiner Ernst. Hier sollen sie Partner finden, denen sie auf Augenhöhe begegnen können. Außerdem sind gerade kleine Hunde oft nicht gut im Abruf trainiert, was bedeutet, dass sie an der Leine bleiben müssen.
Und da sind wir bei den nächsten. Manche jagdlich sehr ambitionierte Hunde haben quasi keine Gelegenheit sich mit anderen Hunden frei auszutauschen, weil sie ständig an der Leine sind. Wir wollen speziell diesen Hunden die Möglichkeit geben, sich mal auszulaufen.
Unsicheren Hunden wollen wir in kleinen, ruhigen Gruppen die Möglichkeit geben, in ihrem Tempo Kontakt zu anderen aufzunehmen.
Für alle anderen bieten wir Einzelslots an!

Diese Gruppen sind nicht zu verwechseln mit irgendwelchen "Spiel- oder Tobegruppen", in denen Hunde unkontrolliert aufeinandertreffen. Bevor die Hunde hier überhaupt das erste Mal Kontakt haben, lernen erstmal die Halter einiges. Und dann passiert der Kontakt erst sehr kontrolliert. Erst wenn wir sehen, dass die Kommunikation der Hunde adäquat ist, bekommen sie mehr Raum dafür. Das kann sich über mehrere Stunden hinziehen.

Hunde, die - sagen wir mal - Special Effects haben, also z. B. weniger im kooperativen, sondern mehr im kompetitiven Bereich kommunizieren, müssen einen Maulkorb tragen. Wurde bereits beschädigt, egal ob im privaten Bereich oder bei uns, bleibt der Maulkorb zur Sicherheit aller drauf. Auch dann, wenn nicht sicher ist, ob der Hund ggf. körperlich beschädigt. Sollten die Halter damit nicht einverstanden sein, ist eine Teilnahme an diesen Gruppen nicht möglich.

Lesen Sie bitte auch weiter unten!!

SOZIAL KOMPETENZ KURSE/ GRUPPEN EINSTEIGER

SOZIAL KOMPETENZ KURS MIDI/ MAXI für Einsteiger

  • 3 Trainingseinheiten a 60 Minuten
  • für Hunde mit einem Endgewicht von über 12kg
  • max. 4 Teilnehmer/ Hunde
  • ab dem 6. Lebensmonat
  • Themen: Schutz und Sicherheit, Kommunikation richtig deuten, adäquates Eingreifen

INVESTITION: 60,-Euro pro Hund

Starttermine für den Kurs, finden Sie immer in unserem Shop.

SOZIAL KOMPETENZ KURS MINI für Einsteiger

  • 3 Trainingseinheiten á 60 MIn.
  • max. 4 Teilnehmer/Hunde
  • ab dem 6. Lebensmonat
  • max. Endgewicht 12kg
  • Themen: Schutz und Sicherheit, Kommunikation richtig deuten, adäquates Eingreifen

INVESTITION: 60,-Euro pro Hund

Starttermine für den Kurs, finden Sie immer in unserem Shop.


SOZIAL KOMPETENZ GRUPPE für Einsteiger

  • Sie müssen mindestens 3 Termine buchen
  • max. 4 - 5 Teilnehmer/ Hunde
  • ab dem 6. Lebensmonat
  • Themen: Schutz und Sicherheit, Kommunikation richtig deuten, adäquates Eingreifen

INVESTITION: 15,-Euro pro Einheit

Termine buchen Sie über unseren Terminplan nachdem wir Ihnen ein Buchungsaccount freigeschaltet haben. Dafür ist es nötig, das Kundendatenblatt auszufüllen, falls Sie das noch nicht getan haben.

Sozialkompetenz-Slots

Wie oben schon erwähnt ist eine große Gruppe mit vielen Hunden nicht für jeden Hund das Richtige und besonders bestimmte Altersklassen sollten nicht ständig in diesem Erregungsniveau mit anderen Hunden in Kontakt treten.
Für uns ist entscheidend, dass Ihr als Halter Eure Hunde lesen könnt, dass ihr wisst, was sie da kommunizieren, wann Ihr eingreifen müsst, wie Ihr eingreifen müsst.
Und weil passende Sozialkontakte nicht immer zu finden und nicht immer gut herzustellen sind mit den ganzen "der will doch nur spielen-Typen", während Euer Hund vielleicht gerade anderes im Sinn hat, bieten wir Slots an.
Das sind 2er Slots. Zwei Halter, zwei Hunde. Hier wird geübt richtig einzugreifen und zu lesen!
Die Zeiten für diese Slots sind unterschiedlich und Ihr findet sie im Terminplan! Wichtig, Ihr müsst nicht unbedingt in einen Einsteigerkurs, denn ihr werdet hier sehr intensiv gecoached!

15,-Euro pro 30 Minuten



SOZIAL KOMPETENZ GRUPPEN

SOZIAL KOMPETENZ GRUPPE  "MINI"

  • jeden Sonntag von 16.00 - 17.00Uhr
  • Voraussetzung: Teilnahme am Einsteigerkurs oder 3x an der Einsteigergruppe
  • bei Katharina Oelmann
  • für klein bleibende Hunde mit einem Endgewicht von max. 7 kg
  • Sozialtraining für Mensch und Hund
  • max. 6 Hunde
  • ab dem 6. Lebensmonat
  • Investition: 15,-Euro pro Stunde
  • Buchbar über unseren Terminplan

SOZIAL KOMPETENZ GRUPPE "KIDS"

  • jeden Donnerstag von 17.30 - 18.30Uhr
  • Voraussetzung: Teilnahme am Einsteigerkurs oder 3x an der Einsteigergruppe
  • bei Mya Zilke
  • für Hunde ab der 14. Woche bis Einstieg in die Pubertät (ca. 6. Monat)
  • Sozialtraining für Mensch und Hund
  • max. 6 Hunde
  • Investition: 15,-Euro pro Stunde
  • Buchbar über unseren Terminplan

SOZIAL KOMPETENZ GRUPPE "SMOOTHIES"

  • Sonntags 15.15 - 16.15Uhr
  • bei Nadine Buhr
  • für vorsichtige bis unsichere Hunde, die einfach etwas Zeit brauchen zum Auftauen und die durch Renn- und Actionspiele erstmal eher verunsichert sind - nach Auftauen ist ggf. ein Wechsel in eine andere Gruppe nötig
  • Sozialtraining für Mensch und Hund
  • max. 6 Hunde
  • ab der 16. Woche
  • Investition: 15,-Euro pro Stunde
  • Buchbar über unseren Terminplan

SOZIAL KOMPETENZ GRUPPE "RACER"

  • Sonntags von 11.00 - 12.00Uhr
  • bei Miriam Scherzer
  • für Hunde, die ansonsten nicht von der Leine gelassen werden können, weil sie z. b. jagen - WICHTIG: hier müssen die Hunde ansonsten verträglich sein
  • Sozialtraining für Mensch und Hund
  • max. 6 Hunde
  • ab der 16. Woche
  • Investition: 15,-Euro pro Stunde
  • Buchbar über unseren Terminplan

Ein paar Extraworte zu dieser Gruppe. Hunde, die im Spiel gerne rennen, ohne dabei besonders körperlich zu sein, gehen in anderen Gruppen wo ohne Leine kommuniziert wird einfach oft unter.
Der rennende Hund hat einen hohen Aufforderungscharakter für andere Hunde und nicht jeder andere Hund hat dabei Gutes im Sinn. Und auch wenn wir in solchen Situationen natürlich eingreifen, reicht so einem Hund manchmal eine doofe Erfahrung, um sich in sein Schneckenhaus zurück zu ziehen.
Oft geht es dann darum, den "Renner" in eine Ecke zu stellen und so zu tun, als wäre es lustig. Für den "Renner" ist das oft gar nicht so lustig, sondern sogar recht bedrohlich.
Zusätzlich sind viele lauffreudige Hunde eher Anhänger von etwas sensibleren Rassen, wie Windhunde, Collietypen, Podencos, manchmal Magyar Viszlar, Dalmatiner & deren Mischlinge. Deutliche Eingriffe seitens fremder Halter oder der Trainer, die evtl. den Hund ausbremsen wollen, der gerade bedrängt, schüchtern diese Hunde meistens deutlich ein.

Ihren Hund würden wir hier einteilen, wenn er gerne Rennspiele veranstaltet und zwar lieber, als Körperliche oder er einfach eine Weile zum Auftauen brauchen, um mit anderen Hunden warm zu werden, aber sich nicht aggressiv verhalten.

Spielgruppe gesucht?

Wenn uns Kunden anrufen hören wir oft: "Ich möchte zu Ihren Freiläufen kommen, damit mein Hund spielen kann."

Und somit haben wir uns entschlossen, diesen wichtigen Punkt, einfach schon mal auf unserer Homepage anzusprechen.

Hunde sind soziale Lebewesen. So wie wir!

Wenn wir Kinder sind, fällt es uns leicht, in Kontakt mit anderen Kindern zu treten und auch mit ihnen ins Spielgeschehen einzusteigen. Trotzdem geht das nicht konfliktfrei ab. Jede Person, die z. b. in einem Kindergarten arbeitet, wird bestätigen können, dass die Kinder sich gerade in den Anfängen ziemlich oft in die Flicken kriegen. Warum? Weil sie andere Möglichkeiten, Konflikte zu bewältigen, erst noch erlernen müssen.

So ähnlich ist es mit Welpen. Es fällt Ihnen zwar leicht ins Spielgeschehen einzusteigen, aber sie streiten sich oft noch ganz schön doll.

Ab dem 6. Monat haben Sie keinen Welpen mehr. Sondern einen Junghund, der gerade dabei ist, in die Pubertät einzutauchen. Wieviele Jugendliche kennen Sie, die Räuber und Gendarme, Cowboy und Indianer oder Prinzessin und Einhorn spielen? Die Freude an solchen Spielen nimmt deutlich ab, je mehr die Pubertät im Gange ist. Dann geht es darum, ein eigenes Profil zu entwickeln, zu erkennen, wer man ist, sich selbst darzustellen, das Gesicht nicht zu verlieren. Streitigkeiten können mit Handgreiflichkeiten verbunden sein und ebenfalls richtig ins Auge gehen.

Auch das ist bei Hunden ganz ähnlich. In dieser Phase geht es selten um echtes Spiel, besonders mit "neuen Bekannten", es geht um "mein Handy, mein Instagramprofil, meine X-Box".

Und wie ist das jetzt? Mit Ihnen, als Erwachsener? Spielen Sie noch? Genau wie früher? Wenn ja mit wem? Echt, Cowboy und Indianer? Vielleicht mit den Kindern. Aber doch nicht mit Gleichaltrigen. Man hat es, im besten Falle, nicht mehr nötig, sich zu kloppen. Viele legen gar keinen Wert darauf, ständig neue Bekanntschaften zu schließen.

Halten wir fest, Hunde sind uns nicht so unähnlich in ihrem Sozialverhalten. Sie ärgern sich, sie flirten, sie finden sich nett, sie finden sich doof, sie kriegen sich in die Köppe, sie vertragen sich wieder... aber spielen, so richtig, tun sie nur mit Freunden, wenn sie sich lang genug kennen.

Deshalb sehen wir auch in unseren Sozialkompetenz-Gruppen nicht sooo oft echte Spielsequenzen. Das möchten wir erstmal vorab erklären. Diese Gruppen können nahezu langweilig verlaufen für Halter, die 60 Minuten toben erwarten.