Welpen-Angebote

Welpen-Spielgruppen

Spiel? Ja! - Aber nicht um jeden Preis

Viele Menschen suchen eine reine Welpenspielgruppe für ihren Welpen: Eine Gruppe aus verschiedenen jungen Hunden, die toll miteinander toben dürfen.

Leider überfordert eine solche Gruppe die meisten Welpen maßlos!

Oftmals wird seitens der Menschen viel zu spät regulierend eingegriffen. So sammeln Welpen häufig bei solchen vermeintlich harmlosen Welpenspielen bereits ihre ersten negativen Erfahrungen mit anderen Hunden: Spiele, bei denen mehr als zwei Hunde miteinander rangeln, sich rempeln, schubsen und sich gegenseitig überrennen, führen in der Folge später oft zu aggressiven oder unsicheren Verhaltensweisen.

Freies Spiel allein bietet also weder eine Garantie für Wohlbefinden noch für positive Lernerfahrungen. Trotzdem:

Spielen ist wichtig für Welpen.

Dazu vorab eine unglaubliche Info: Das "aggressivste", was du dir in der Hundewelt anschaffen kann, ist: ein Welpe. Ja, das hast du richtig gelesen! Ein Welpe ist zwar schon durch die Schule seiner Mama und seiner Geschwister gegangen, aber das reicht für soziale Kompetenz noch nicht aus.

Wie man mit anderen Artgenossen kommuniziert und sich auseinander setzt, muss ein Welpe erst noch lernen. Dazu gehört auch, dass dein Welpe mal Konflikte mit anderen Hunden hat. Diese sehen nicht nur aggressiv aus, sondern sind durchaus so gemeint. Warum auch nicht? Oder hast du dich als Kind nie mit wem gestritten? Und ist es nicht besser, wenn man als Kind lernt, wie man streitet und wie man sich wieder verträgt?

Das alles zu erlernen, geht tatsächlich am besten im Spiel. Dies muss jedoch immer wieder angeleitet, kontrolliert und verfeinert werden. Daher sollten Spielsituationen und Spielpartner möglichst sorgfältig ausgesucht werden.

Spielen bedeutet für deinen Welpen demnach intensives Lernen. Und daraus folgt:

Spielen ist anstrengend!

Deshalb findest du bei uns keine reinen Spiel- oder Freilaufgruppen. Eine lange Spielsequenz überfordert nicht nur Welpen, sondern sogar auch die meisten erwachsenen Hunde. 

Außerdem erfahren die Welpen bei unkontrollierten Welpenspielen bereits in diesem zarten Alter, dass andere Hunde Aufregung bedeuten, evtl. auch Spaß, und dass es bei Herrchen oder Frauchen - möglicherweise - vergleichsweise langweilig ist.

Natürlich darf dein Welpe bei uns spielen!

Bei uns finden während der Welpenkurse und Welpengruppen immer mal wieder kurze Spieleinheiten statt. Und bei aller Wichtigkeit von netten Spielsequenzen ist es dabei mindestens genauso wichtig, dass die Welpen sich dabei auch mal aggressiv verhalten dürfen, um daran wachsen zu können.

Du musst jetzt aber nicht besorgt sein! Wir sind ja immer in der Nähe und sollte es zu bunt werden, greifen wir - wie gute "Erzieher" das tun - natürlich ins Geschehen ein. Wir werden aber sicher nicht jede Rangelei unterbrechen, denn dadurch würden wir auch den Lerneffekt unterbinden.

Darum sind unsere Welpengruppen klein!

Denn wir wollen deinem Welpen helfen zu lernen, seine Emotionen zu regulieren, was fast unmöglich ist, wenn 8, 9 oder 10 Welpen bunt durcheinander wuseln:

Vielleicht wäre da ein Kumpel mit dem dein Hund gerne spielen möchte, aber kaum haben sie sich gefunden, werden sie auch schon wieder von einem anderen Welpen unterbrochen. Wie frustrierend!

Solche Erlebnisse steigern das Erregungsniveau. Irgendwann bekommen fremde Hunde eine andere Bedeutung: 

"Da ist ein fremder Hund." => "ich rege mich tierisch auf!“ 

Daraus folgt, dass du früher oder später einen schwer bis gar nicht mehr ansprechbaren Hund hast, sobald andere Hunde in der Nähe sind.

Auch du lernst davon.

Denn wir erklären dir während der Spielphasen genau,

  • woran du echtes Spiel erkennst,
  • wann eine Situation zu kippen droht,
  • ob und wie man dann sinnvoll eingreift und
  • warum es wichtig ist, das Hunde Kumpels haben.

Auch achten wir darauf, dass das Spiel mit fremden Hunden nicht im Vordergrund steht, sondern die Orientierung am eigenen Menschen, da dies für eine gute Entwicklung und eure Beziehung besser ist.

Das alles ist bei großen Spielgruppen nahezu unmöglich, weil die Trainer durchgehend damit beschäftigt sind, das Erregungsniveau der Hunde, die sich gegenseitig anstacheln, zu regulieren. Es klingt zwar vielleicht bequem, wenn das die Trainer für dich machen, aber was hilft dir das im Alltag, wenn bei einer Hundebegegnung kein Trainer neben mehr dir steht? 

Darum ist es uns so wichtig, dass du bei uns lernst, solche Begegnungen für deinen Hund zu regulieren.